Tipps und Medikamente zur Behandlung einer Blasenentzündung

Viele Menschen, vor allem Frauen, leiden teilweise häufiger unter einer “Harnwegsinfektion” oder auch “Blasenentzündung”. Bei einer Blasenentzündung liegt eine akute, bakterielle Erkrankung/Infektion der ableitenden Harnwege vor. Sie entsteht häufig durch Unterkühlungen besonders am Unterleib oder mangelnde Hygiene, wodurch die Erreger leicht in die geschwächte Schleimhaut der Harnwege eindringen können. Hiervon sind Frauen häufiger betroffen als Männer, was auf die anatomischen Gegebenheiten zurückzuführen ist. Zum einen haben Frauen eine kürzere Harnröhre (→ schnelleres/leichteres Ein- und Vordringen von Bakterien) und auch einen geringeren Abstand zwischen Harnröhrenausgang und After (→ leichteres Einbringen von Keimen vom After in die Harnröhre). Zudem können beim Geschlechtsverkehr Bakterien in den weiblichen Unterleib gelangen und die Harnwege befallen.

Häufige Ursachen von Blasenentzündungen

  • falsche Analhygiene (Reinigung nach dem Stuhlgang von hinten nach vorne -> Einbringen von Keimen aus dem Stuhl in den Vaginalbereich)
  • falsche, bzw. zu intensive Intimhygiene, wie z.B.Verwendung von Seifen, deren pH-Wert nicht auf die Intimregion angepasst ist, so deren natürliches Gleichgewicht stören und das Eindringen für Keime erleichtern
  • Unterkühlung, Stress etc. → geschwächtes Immunsystem
  • mangelnde Flüssigkeitszufuhr und damit zu geringe Durchspülung der Harnwege

 Symptome

  • ständiger, starker Harndrang bei geringem Harnfluss
  • starkes Brennen und/oder Schmerzen vorm, beim und nach dem Wasserlassen
  • Unterbauchbeschwerden / Krämpfe im Nieren-/Beckenbereich
  • allgemeines Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit
  • bei schwerer Entzündung durch Eiweiß getrübter Urin, eventuell mit Blutspuren (teilweise nicht unwesentliche Blutbeimengungen)
  • Fieber

 Therapie

Vorweg ein Hinweis: Sollte einer der folgenden Punkte auf Sie zutreffen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen:

  • Fieber
  • Blut im Urin / stark getrübter Urin
  • Beschwerden dauern länger als 4 Tage

Die Therapie sollte möglichst bei den ersten Anzeichen eines Infektes begonnen werden, damit eine schlimmere Infektion vermieden werden kann.  Als erstes gilt es viel zu trinken, um eine hohe Durchspülungs- und damit Reinigungsrate der Harnwege herbeizuführen. Am besten eignen sich dazu spezielle Blasen- und Nierentees, die z.B. die antibakteriell wirkenden Bärentraubenblätter und harntreibende Pflanzen wie Birken- und Efeublätter enthalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Alternativ können die Pflanzenextrakte auch in Form von Tabletten/Dragees eingenommen werden, z.B. in den freiverkäuflichen Arzneimitteln  Cystinol akut (Bärentraubenblätter) oder Canephron (Tausendgüldenkraut-Pulver, Liebstöckelwurzel-Pulver, Rosmarinblätter-Pulver, erhältlich als Dragees und Tropfen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sollten Sie auch unter stärkeren Krämpfen leiden, können Sie sehr gut Buscopan Dragees einnehmen, um diese zu mildern.

Ein weiterer Tip: Durch das Trinken von Cranberrysaft, oder die Einnahme von Cranberry-Kapseln wird Ihr Harn angesäuert, wodurch sich Keime und Bakterien nicht mehr so gut in der Harnhröhre ansammeln und vermehren können. Die Harnansäuerung empfiehlt sich sowohl während einer akuten Blasenentzündung, als auch prophylaktisch, wenn Sie häufig unter Harnwegsinfekten leiden. (Achtung: der saure pH-Wert setzt die Wirksamkeit von Bärentraubenblättern herunter. Wenn Sie die Harnansäuerung herbeiführen, können Sie Canephron Dragees einnehmen)

Außerdem sehr angenehm ist Wärme. Legen Sie eine Wärmflasche, oder ein Kräuter-/Körnerkissen auf den Unterleib. Alternativ können Sie den Bereich auch mit einer Infrarotlampe bestrahlen.

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